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Bidirektionale, benutzerzentrierte Car2X-Kommunikation: Das Pull Paradigma

Die Gruppe besitzt langjährige Erfahrung im Bereich fortgeschrittener Car2X-Kommunikation, d.h. der Kommunikation zwischen Fahrzeugen sowie Fahrzeugen mit der Umgebung. In diesem Zusammenhang wurde ein erweitertes Paradigma für Car2X-Kommunikation entwickelt indem Interaktivität in die Ad-hoc Community eingeführt wurde. In der unten stehenden Abbildung wird das Pull Paradigma mit dem etablierten Push Paradigma verglichen.

Bild 1: Pull Paradigma

Das Push Paradigma ist unidirektional und beginnt mit einem Ereignis im Bereich eines Verkehrsereignisses. Die Nachricht über dieses Ereignis, z.B. einen Unfall, wird dann über ein broadcast-Verfahren so schnell wie möglich anderen Verkehrsteilnehmern mitgeteilt. Empfangende Fahrzeuge führen dann eine Relevanzprüfung durch und benachrichtigen dann – im positiven Fall – den Fahrer. Unabhängig davon wird die Nachricht ebenfalls an andere Fahrzeuge weitergeleitet. In dem innerhalb der Gruppe entwickelten Pull Paradigma hingegen beginnt die Ereigniskette beim Fahrer, der eine spezifische Information aktiv aus dem Ad-hoc-Netzwerk anfordert.

Im Gegensatz zum Push Paradigma muss die Informationsquelle zunächst gesucht werden. Danach muss diese Information zurück zum anfragenden Fahrzeug transportiert werden. Da sich die Topologie dynamischer Ad-hoc-Netzwerke schnell verändert, ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Rückweg derselbe wie der Hinweg ist, gering. Die beschriebene Informationssuche und -transport sind die Hauptherausforderungen im Pull Paradigma. In diesem Zusammenhang arbeitet die Gruppe an fortschrittlichen Algorithmen, die diese Probleme lösen.