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Semiautonomes Fahren

Autofahrer müssen ständig kleine und große Entscheidungen treffen, nicht nur in Bezug auf das Fahren selbst sondern auch in Bezug auf die wachsende Anzahl elektronischer Geräte, die in einem modernen Auto zur Verfügung stehen. Gleichzeitig werden Autos intelligenter und eher in der Lage, verhältnismäßig komplexe Manöver semiautonom durchzuführen. Beispiele für verhältnismäßige einfache Manövern, das viele aktuelle Autos durchführen können, sind der Abstandsregeltempomat (der die Geschwindigkeit des Autos automatisch anpasst, um einen sicheren Abstand zum vorne fahrenden Auto zu gewähren), paralleles einparken, und rückwärts ausparken. Komplexere Manöver, die innerhalb der kommenden Jahre erwartet werden können, umfassen unter anderen das Auffahren auf die Autobahn, der Spurenwechsel, das Überholen anderer Fahrzeuge sowie das Navigieren durch Baustellen.

Komplexe Manöver erfordern, dass Fahrer regelmäßig Entscheidungen unterschiedlicher Art treffen. Beispielsweise müssen sie entscheiden,

  • (a) ob das Fahrzeug ein gegebenes Manöver durchführen soll (bzw. ob der Fahrer das Manöver selbstständig durchführen oder gar weglassen soll);
  • (b) welche von zwei verfügbaren Varianten des gleichen Manövers in der aktuellen Situation gewählt werden soll;
  • (c) ob sie bei ungewöhnlichen Ereignissen während eines Manövers eingreifen und die Kontrolle über das Fahrzeug wieder erlangen sollten; bzw.
  • (d) welche Nebentätigkeiten während der Durchführung des Manövers möglich sind, ohne dass die Fahrsicherheit beeinträchtigt wird.

Zwar ist es seit Langem ein wichtiges Ziel bei der Gestaltung von Benutzerschnittstellen in Automobilen, gute Entscheidungen während des Fahrens zu unterstützen. Die Forschung hat in der Vergangenheit zu vielen Erfolgen geführt; aber viele Typen von Entscheidungen von Autofahrern bleiben recht problematisch.